Bojorten, Christine Af Bro

Ein Typ von Schiff der im siebzehnten Jahrhundert auf dem Vänersee gewöhnlich war
Lenge einschliesslich Bugspriet 29 meter

Christine af Bro

Material Holz aus Eiche, Kiefer, Lärche, Wacholder
Lenge 21,71 Meter
Lenge einschliesslich Bugspriet 29 Meter
Breite 5,72 Meter
Tiefgang, etwa 2,2 Meter
Verdrängung, etwa 130 Tonnen
Ballast 20-30 Tonnen
Masthöhe, etwa 22 Meter
Segelfläche, etwa 230 m2
Motor Diesel 380 PS
Schraubendurchmesser 980 mm
Steuerung Ruderpinne und Drahtseil (hydraulisch)
Bauzeit 1997-2005
Bauort Kristinehamn
Anzahl der Fahrgäste 55
Rettungsflösse 3 (für 60 Personen)
Besatzung 2-5
Geplanter Verkehr Tag- und Charterausflüge in den
Schären von dem Vänersee

Ursprung

Der Boeier kam ursprünglich aus Holland und Flandern. Der Boeier war zuerst für das Auslegen von Bojen verwendet und für das Lokalisieren von Untiefen, möglicherweise wegen des kleinen Tiefgang. Man glaubt dass die Name Boeier (bojort auf Schwedisch) auf dieser Konstruktionscharakteristik hinweist. Der Boeier ist für die Entwicklung von Kristinehamn sehr bedutend gewesen.

Die Konstruktion des Boeiers

Ein besonderer Zug in der Konstruktion des Holländischen Boeiers war sein platter, breiter, beinahe viereckiger Boden, was bedeutete dass er eine grosse Ladung tragen konnte. Das Hinterschiff war höher als der Bug. Typisch waren auch die breiten, kurzen Seitenschwerter um die Abtrieft zu reduzieren. Der Boeier war mit einem Gross-segel, einem gewöhnlichen Rahsegel, einer Fock und einem Klüwer getakelt. Das Ruder war von dem Kiel getrennt.

Arbeitsmethoden

"Christine av Bro" is gemäss eine alte Holländische Tradition gebaut. Nachdem der Kiel gelegt war wurden der Vordersteven und der Hintersteven errichtet. Mit den Bodenwrangen auf dem Platze wurden die oberen Spantenmallen montiert, und die Beplankung wurde auf den unteren Spanten angebracht. Danach wurden weitere Spanten montiert und die Beplankung fortgesetzt. Die Dicke der Spanten ist 200 mm. Zwischen die Planken der Beplankung ist Werg eingepresst um den Rumpf dicht zu machen. Das ganze Fahrzeug wird mit Leinöl gestrichen. Die letzte Schicht wird mit leichtem Teer und Farbenpigment gemalt. Das Boot ist nach der Krawelbauart gebaut, das heisst das die Planken Kante an Kante ligen. In einem Dampfkasten werden die Planken während drei Stunden gadampft so dass man sie biegen kann ohne sie zu brechen, und dann werden sie nach dem Schiffsrumpf geformt. Die Planken sind 60 mm dick. Etwa 6500 Wacholderpflöcke werden für Verwendung in der Beplankung gedreschelt. In einer Schmiede (in der Nähe des Schiffswerftes) werden Nägel, Bolzen und Ruderbeschlagteile hergestellt.

Finanzierung

Der Bau des Schiffes ist teilweise von EU finanziert. Um einen Beitrag von EU zu erhalten ist öffentliche Mitfinanzierung erforderlich. Das bedeutet zum Beispiel dass die Gemeinde und die Arbeitsvermittelung zu einem gewissen Teil an der Arbeit teilnehmen. Die Gesamtkosten sind auf 12 Millionen Schwedische Kronen geschätzt.